Es ist raus…

Posted in Innenansicht on Oktober 4, 2012 by Anette

Ich hab’s getan und abgeschickt.
Sobald du es liest, weißt du mehr….und ich dann warscheinlich auch.
Es ist so schwer, mich, mein Fühlen, Denken und Handeln dich betreffend objektiv zu betrachten.
Es ist unmöglich…aber das muss wohl so sein.
Ich bin jedenfalls verdammt nervös und denke in Katastrophen-Szenarien und Freudentaumeln weil alles sein kann.
Erst vorgestern Nacht hast du dich wieder in mich katapultiert, unsere Seelen kommunizieren ohnehin die ganze Zeit scheint mir weil wir diese Verbindung nunmal haben, aber dann sind da diese ganz aussergewöhnlich innigen, bewussten Momente, die ich kaum mit Worten zu beschreiben vermag.
Es ist, als brächest du über mich herein, du bist dann für mich körperlich spürbar und es ist gewaltig….sinnlich, tief und so berührend, dass die Tränen von selbst kommen.
In diesen Momenten weiß ich es. Und sie haben einen sanften, wohltuenden afterglow.
Ich wüsste so gerne, was dein Kopf denkt, wenn du mich liest.
Was deine Seele spürt, ist mir bewusst.
Wie kriegen wir Gefühl und Verstand nur zusammen…

 

Wurzelwerk

Posted in Innenansicht on September 27, 2012 by Anette

Deine Nähe war heute (also mittlerweile gestern) frappierend…
Interessanterweise spüre ich genau, wann du mich bei dir haben willst/kannst und ich spüre ebenso, wenn es gerade schwierig ist, aus welchen Gründen auch immer.
Eigentlich sind wir wunderbar verbunden und mit und ineinander verwurzelt, unsere Seelen wissen genau, was Sache ist, nur unsere Köpfe, der gute, alte Verstand schaltet sich immer wieder dazwischen und versaut die Stimmung.
Und in letzter Zeit frage ich mich auch, ob ich dir nicht einfach viel zu viel inneren Druck mache, ob du nicht ganz genau spürst, wie sehr ich erwarte, hoffe, sehne.
Wenn es denn so ist, dass feinstofflich, zwischenmenschlich, intuitiv – wie auch immer – soviel zwischen uns transportiert wird, dann musst du das spüren…und mein lieber Herr Gesangsverein – es kann dir eigentlich nur Druck machen, auch wenn meine Intention eine ganz andere ist, nämlich Druck zu nehmen.
Verdammte Scheiße, ist das paradox.
Ich liebe dich mehr als ich je in der Lage sein werde auszudrücken, das ist was sehr Schönes, nur muss es sich für dich über diese Distanz so anfühlen, als hätte ich ständig meine Arme um dich geschlungen wie eine wachswilde Wasserpflanze – das kann dich doch eigentlich nur Bewegungseinschränken, oder?
Oder ist es vielmehr mein Warten, die Sehnsuchtshaltung, die ich an den Tag lege, mein emotionales Magenknurren…
Ich weiß, dass du es spürst, aber ich warte, bis du es begreifst.
Und ich warte wahrscheinlich zu passioniert.

Zwillingsgepaart

Posted in Innenansicht on September 26, 2012 by Anette

Wir haben uns
zwillingsgepaart
als
die Erdkruste noch
in Schöpfungszornesfalten
unter Urmeeren
wucherte
und
Feuerketten sternenvieler
Vulkane
lebensfeindliche Atmosphären spien.
Zeitennamenlos
hat sich
unsere Einseligkeit
in der Evolution
körpergewandelt,
sich über FeuerWasserLuftundErdendistanzen
hinweg erfahren,
uns getragen,
uns gezeitensanft
bis hierher geführt
und
übt sich nun in Geduld,
bis unser Verstand
den Tatsachen dieser
Zugehörigkeit ins Auge sieht…

 

 

Unsere Bilder….

Posted in Innenansicht on September 25, 2012 by Anette


Heute sind sie so richtig bei mir angekommen nach diesem unguten Ding in Hamburg…die Bilder von unserer letzten Begegnung.Sie tun gut und sind so wunderschön.
Ich sehe dich vor mir, spüre deine Nähe…ich habe deinen Blick, dein Zwinkern und dein Lächeln, als es allein mir galt vor dem inneren Auge und deine Umarmungen, deine wunderbar unrasierte Wange an meiner und deinen Duft in all meinen Sinnen.
Es ist seltsam…wenn wir nicht zusammen sind (also 98% der Zeit) begehre ich dich bis zum Äussersten, ich möchte meine Fingernägel in dein Fleisch schlagen und mich in deinen vollen, sinnlichen Lippen verbeißen, ich will dich vom äusseren linken Rand deines Großzehennagels bis in jede randergraute Haarspitze erforschen, küssen, erschmecken, riechen, anfassen, mich an deiner Haut reiben und meine Nase überall an deinem Körper reinstecken, ich will mit deinem Schwanz alle 39 (!) Weltwunder vor und zurück vollbringen und meine Brüste in dein Gesicht werfen…aber sobald ich bei dir bin weicht all diese immense erotische, sexuelle Spannung der emotionalen.
Also, nicht dass ich dich nicht mit Haut und Haaren wollte, aber kaum stehst du vor mir, möchte ich eigentlich nur deine Hand nehmen und dir zuflüstern: komm, wir hauen ab, suchen uns eine Kneipe oder einen Biergarten, setzen uns da hin und reden und schauen uns an und reden….und reden…und sind beieinander. Miteinander.
Ist das nicht komisch? Und warum ist das so?
Nunja, es ist klar, dass die erotische Komponente nur ein wunderbares, inniges Beiwerk ist – das Hauptding zwischen dir und mir ist diese enge Verbindung, diese Seelenverpaarung, die starke, natürliche Nähe zueinander.
Wenn ich die freie Wahl hätte zwischen unbändigem Wahnsinns-Sex mit dir und einem Tag am Meer wo wir laufen und sitzen und schauen und reden…ich würde mich ohne mit der Wimper zu zucken für den gesprächigen Tag am Meer entscheiden.
Aber muss ich spekulieren?
Wenn ich einfach nur fühle und lausche und dich mit dem Wörterbuch in der Hand lese….dann weiß ich, es ist gut.
Und wird wunderbar.

Zwischengeschoss

Posted in Innenansicht on September 25, 2012 by Anette

Ich hasse es zu zweifeln…das mag wohl die härteste Lektion sein, dir blind zu vertrauen, mir selbst zu vertrauen.
Was sind wir durchkonditioniert nur an das zu glauben, was wir sehen und beweisen können, vernünftig zu sein und uns zusammenzureißen, dem Marsch der Herde zu folgen und brav das zu tun und zu empfinden, was die Gesellschaft erwartet und toleriert.
Fast jeder bekräftigt leidenschaftlich, wie sehr er daran glaubt, dass es da Dinge gibt zwischen Himmel und Erde, die so völlig unerklärlich sind, aber wenn es dann ans Eingemachte geht und darum, sich auf eine Begebenheit aus diesem Zwischengeschoß einzulassen – dann bleibt man doch lieber Realist.
Insofern ist meine Geschichte mit dir auch eine sehr einsame.
Vielleicht ist auch genau diese Einsamkeit guter Zunder für Zweifel.
Ein ziemlich weiser Mensch hat mir mal gesagt: das, was du in den ersten Sekundenbruchteilen spürst, ist die Tatsache, das echte, innere Wissen. Sofort danach schalten sich Kopf und Verstand ein und die Intuition wird niederanalysiert.
Wenn ich danach gehe, werden schon mal 90% meiner Zweifel Futter für den emotionalen Reißwolf.
Wenn…

Du bist so…

Posted in Innenansicht on September 17, 2012 by Anette

…knallhart.
Willst du mich disziplinieren?
Dann mach es richtig, komm her und schwing die Peitsche oder die flache Hand. Ich unterwerfe mich dir gerne, aber nicht auf dieser distanzreichen Ignoranz-Ebene.
Du solltest mit mir reden, all die Dinge aussprechen, die sich in deinem hübschen Köpfchen tummeln und nicht wie ein schweigender, weißer Elefant auf meinen Sehnsüchten herumwaten während ich dich einfach nur am Rüssel packen und fressen will.
Du stehst vor mir als unglaublich authentischer, sanfter Mann und sobald die übliche Körpertrennung wieder vollzogen ist, mutierst du zum großen Unbekannten der mich durch den emotionalen Fleischwolf dreht und dann sogleich mit großen Augen ansieht….wie, du bist zermatscht??
Ich erwarte nicht was du erwartest…denkst, dass ich von dir erwarten könnte…ich erwarte keine Entscheidung, keinen ständigen Vollzug, keine Trennung, ich erwarte weder 24/7-Zuwendung, noch, dass du in deinem Alter nochmal von vorne anfängst.
Ich erwarte keine Quantität.
Allerdings bestehe ich auf Qualität.
Du hast schließlich angefangen….

Verbunden

Posted in Innenansicht on September 2, 2012 by Anette

Verknotet, verschmolzen, mit einem Einmachgummi verwoben.
Ich habe es inzwischen akzeptiert, es ist ja auch schön. Und mittlerweile habe ich verstanden, dass es wohl so sein soll.
(Bemerkenswert, dass ich über zwei Dekaden dafür gebraucht habe…und für einige andere Dinge).
Wenn zwei Seelen eine sind, nimmt die Liebe seltsame Wege.
Die schwierigste Lektion (und vielleicht die Lektion schlechthin an unserer Geschichte) ist Vertrauen.
Ich vertraue dir mehr als mir selbst – und meinem Gefühl, meiner Intuition.
Da liegt der Hund begraben und verdammt….er stinkt.
Ich denke, dass du meine Zweifel ungefiltert spürst und sie dir zusätzlich die Sicht vernebeln in all diesem abstrakten Gefühlswirrwarr.
Zack…und schon wieder. Ist da überhaupt ein Gefühlswirrwarr bei ihm…sind da Gefühle…bewusst – unterbewusst….
Ich würde dich oft gern zu meinem goldenen Kalb machen, Beweise erhalten, hören, sehen, lesen. Nur steht dir Gold nicht, es macht dich unbeweglich und kalt.
Mein Inneres, meine Seele und mein Herz jedoch halten mir die Beweise vor die Nase, seit meiner Kindheit, nur sind es eben keine klassischen Fakten (obwohl….auch die sind dabei), sondern klare Ansagen direkt aus meinem Bauch – die ich anzweifle.
Habe ich dir jemals gesagt, dass mir nicht selten danach ist, in die Tischkante zu beißen?
Ich muss vertrauen lernen, auch auf dieser Achterbahn. Eigentlich sollte ich schon jede Kurve und jedes Gefälle in Mikroprozent kennen, aber noch immer beutelt es mich und ich leide wie ein Schwein wenn ich unten bin und weiß es, wenn ich oben bin.
Eine Konstante wäre schön…ich suche sie und hänge mich vorsichtig an deine Beine, vielleicht suchst du sie ja auch…

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